The chronicles of Carlo | Teil 1.1: Der Wald


Eine dunkle Wolkenwand zog über mich hinüber, als ich mich auf dem Weg zum Wald machte.
Ein Hauch von Regen lag in der Luft, was mich aber nicht zum Umkehren bewegen sollte.
Denn, ich hatte mir ein klares Ziel gesetzt für diesen trüben Tag, quer durch die Gegend zu wandern und meine neue Kamera auszuprobieren.
Natürlich hatte ich auf meiner kleinen Exkursion auch Barney, meinen Hund bei mir.
Für gewöhnlich ist er nicht der Gesprächigste auf unseren Touren, dies sollte auch an jenem Tag so sein.
Die ersten Tropfen berührten meine Haut und ich fürchtete, dass es sogleich ein heftigen Schauer geben würde. 
Ein Schutz vor dem nahenden Regen bot sich mir nicht, ausser besagter Wald, welcher noch in weiter 
Ferne lag.
Plötzlich nahm ich ein lautes Geräusch war, ich drehte mich um, aber nichts war zu sehen.
Das Geräusch wurde immer lauter und als ich meinen Blick nach oben richtete, erblickte ich zwei Gänse. 
Sie steuerten direkt auf das Feld neben mir zu, bei genaueren Hinsehen entdeckte ich noch mehr von diesen lieblichen Tieren.
Zirka hundert Gänse und Enten standen einige Meter von mir entfernt und es sah aus, als hielten sie eine Art Konferenz, dass erinnerte stark an den "König der Löwen", zum Glück für die Gänse und Enten ohne Löwen.
Entzückt von diesem Anblick standen Barney und ich am Feldrand und beobachteten das Schauspiel.


Der Regen hatte zu jenem Zeitpunkt glücklicherweise nachgelassen und frohen Mutes ging ich weiter, um endlich den Wald zu erreichen.
Einige Meter weiter erblickte ich ein leerstehendes Gebäude und zirka hundert Meter weiter ein Hotel.
Ein Hauch von Horrorfilm kam in mir auf, denn neben dem Hotel war auch schon der Wald in den es mich verschlagen sollte.
Plötzlich fing ich an zu Lachen, das Hotel, dass leerstehende Gebäude, dies war alles so klischeehaft.
Ich kam mir vor wie im Film "Psycho", aber unbeirrt gingen Barney und ich tapfer weiter Richtung Wald.
Unter mir wandelte sich der matschige Ackerboden plötzlich zu Sand, Sand wie man ihn am Meer findet.
Ich kann es nicht erklären, aber dieses Gefühl löste in mir ein Wohlbefinden aus.
Alles was davor war, verlor plötzlich an Bedeutung und ich ging in den Wald hinein.
Jeder Wald hat wie ich finde etwas Mystisches, jeder erzählt seine eigene Geschichte und jeder ist auf seine eigene Art und Weise interessant.
Der Regen meldete sich zurück, aber mein Interesse galt nur dem Wald und seiner Schönheit.
So flanierte ich durch den Wald und erhoffte mir einige seiner Bewohner zu sehen.
Wie sollte es auch anders sein, gesellte sich zum Regen nun auch noch Wind dazu.
Er rauschte durch den Wald und das ganze bekam eine unheimliche Stimmung.
Nichts war zu sehen, keine Tiere, keine Menschen, es war so als ob nur Barney und ich uns hier befinden würden.
Visuell war der mir gebotene Anblick natürlich Wahnsinn, es kam mir vor, als ob vor mir niemand anderes in diesem Wald war.
Um mich herum waren lauter umgestürzter Bäume und so wussten Barney und ich, dass wir achtsam sein mussten.
Auf einen der Umgestürzten Bäume setzte ich mich nieder, ich ließ alles auf mich Wirken und genoss den Moment.


Der Sturm wurde heftiger und ich machte mich weiter, denn um mich herum knackte es und ich vernahm mir nicht bekannte Geräusche.
Dies ist wohl der Preis eines überschwänglichen Konsums an Horrorfilmen, denn ob Realität oder Einbildung, ich konnte keines von beiden letztendlich ausschließen.
Barney schaute mich auf dem Weg zum Ende des Waldes an und es war so als wollte er sagen "Die Wahrheit ist irgendwo da draußen"... nein ist klar Agent Mulder dachte ich mir und wir gingen zum Waldrand.
Das Wetter wechselte und ich kam mir vor wie Frodo als ich die Landschaft vor mir sah und so gingen wir weiter Richtung nirgendwo...







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