The chronicles of Carlo | Teil 1.4: Das Ende ist nah

Immer noch liefen Barney und ich unseren Wanderweg entlang, die unheimliche "Sleepy Hollow" Szenerie schon lange hinter uns gelassen.
Wir näherten uns einer Schnellstraße und wussten wieder einmal überhaupt nicht wo wir waren.
Ich muss nämlich gestehen, dass ich überhaupt keinen Orientierungssinn habe.
Also überliess ich Barney die Entscheidung, welcher Weg der richtige ist.
Er hob die Nase nach oben und entschied, dass wir links entlang müssen.
Na dann, dachte ich und folgte ihm. Irgendwie gab es der Straße entlang keinen Weg, jedenfalls keinen ordentlichen und so musste ich durch den Schlamm laufen. 
Super, dachte ich mir und beäugte Barney kritisch, der sich seiner Sache, aber ziemlich war.
So liefen und liefen wir, halb versunken im Matsch, die Straße entlang.


Ab und zu ließ sich ein Auto blicken, aber im Großen und Ganzen waren wir mal wieder alleine unterwegs, was auch sonst...
Nach einigen Minuten standen wir vor dem Eingang des Waldes und ich schaute zu Barney herüber, ob wir wirklich dort hinein wollen, weil der Himmel verdunkelte sich immer mehr und der Wald machte eine düsteren Eindruck. 
Barney schien unbeeindruckt und zog mich förmlich in den Wald, zunächst mussten wir jedoch eine Straße überqueren, was sich als Problem darstellen sollte, da plötzlich gefühlt tausend Autos an uns vorbeirasten. 


Plötzlich, leere Straße, dies war unsere Chance und wir nutzten sie.
Klar, vorher noch in einer waghalsigen draufgängerischen Aktion, ein Foto gemacht und ab in den Wald.
Es herrschte Stille, kein Laut war mehr zu hören und niemand zu sehen.
Ich persönlich hoffte darauf, dass wir kleine zahme Ewoks oder zumindest Chewbacca sehen würden, aber nichts dergleichen, nicht einmal kleine süße Rehe, die diverse Selfies mit uns machen würden.
Nun gut dachte ich mir, wenn ich die ganzen Hochsitze von den Typen, die es "befriedigt"  unschuldige Tiere abzuschiessen so sehe, ist es vielleicht besser so.
Einige Meter weiter, erblickten wir plötzlich ein offenes Feld.
Barney fühlte sich wie Bella und ließ sich ins Gras fallen und verharrte dort einige Minuten.
Ich entschloss mich dazu, nicht den Edward zu spielen und schoss lieber ein paar Fotos von dem grandiosen Himmel der plötzlich zum Vorschein kam.


Was ein Anblick dachte ich mir, wir genossen einige Minuten dieses Schauspiel und gingen dann zurück in den Wald.
Wir wussten beide, dass sich unsere Reise nun bald den Ende neigen würde.
Was wir beide ebenfalls wussten war, dass zu Hause bei meiner lieben Mama, die ich die Tage über besuchte, ein richtig leckeres Essen auf uns warten würde.
Getrieben vom Hunger und den Drang mich nach etlichen Kilometern endlich auf die Couch legen zu dürfen, sprinteten wir förmlich durch den Wald.
Natürlich musste es auf den letzten Metern noch einmal anfangen zu regnen, aber dies störte uns nicht.
In einer Art, wie es sonst nur Schneewittchen vermag, hüpften wir durch den Wald.
Nun war es soweit, dass Ende des Waldes war gekommen und wir wussten beide, in einigen Minuten haben wir es geschafft, wir könnten endlich die Beine auf den Tisch legen und entspannen.


Traurig blickten wir beide noch einmal richtung Wald, aber wir wussten, es sollte nicht die letzte Reise von uns beiden gewesen sein.






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