Plastik Plastik Plastik


Ich liebe es den Sand unter meinen Füßen zu spüren, das Rauschen des Meeres, das Wasser, welches meine Füße berührt.
Noch während ich diesen vollkommenen Moment genieße, erblicke ich etwas Buntes, mitten im Sand, eine Plastikflasche.
Ich weiß, es wird nicht die Letzte an diesen Tag gewesen sein.
Ernüchterung macht sich breit, ich weiß es ist ein Duell, dass ich alleine nicht gewinnen kann.
Ich denke jeder von euch kennt diese Momente.
Egal wohin ich gehe, ich bin umgeben von Plastikmüll.
Man findet es im Wald, im Wasser, auf den Wiesen, überall.
Dieses Thema beschäftigt mich jeden Tag und lässt mich nicht mehr los.
Als ich vor einigen Wochen meine erste Abiturprüfung, die Präsentationsprüfung, halten musste war das Thema sofort gefunden.
Hier spezialisierte ich mich auf den pazifischen Ozean und die dortige Ansammlung von Plastik am Beispiel des "Nordpazifikwirbels.
Laut Forschern befinden sich derzeit um die 160 Millionen Tonnen Plastik in den Weltmeeren, jährlich gelangen um die 8 Millionen Tonnen dazu.
Etwa 80 % des Plastikmülls in den Weltmeeren stammen von Quellen am Land.
Diese Zahlen klingen erschreckend und besorgniserregend zugleich.
Ich frage mich jedes Mal aufs Neue wieso viele so gleichgültig und rücksichtslos agieren.
Es ist ein Irrglaube anzunehmen, dass dieser Plastikmüll nur von Entwicklungsländern beziehungsweise Schwellenländern stammt.
Ein Beispiel, wenn ich mit meinem Hund Barney an einem langen Sommer-Wochenende in den Volkspark Friedrichshain hier in Berlin gehe, kommt es mir vor als ob ich gerade auf dem Gelände von Rock am Ring wäre.
Müll so weit das Auge reicht, die Müllkörbe, die wirklich zahlreich vorhanden sind, weisen in den meisten Fällen gähnende Leere auf.
Es ist geradezu lächerlich, aber die Auswirkungen dieser Verschmutzungen, werden uns alle treffen.
Das tückische am Plastik ist der Zersetzungsprozess, dieser entsteht zum Beispiel durch Sonneneinstrahlung etc.
Durch diesen Zersetzungsprozess entstehen die so genannte "Mikroplastikpartikel".
Diese gelangen ins Grundwasser und irgendwann wieder in die Weltmeere.
Ein weiterer ernüchterner Fakt ist es, dass diese Mikroplastikpartikel schädliche Additive und an der Oberfläche haftende Schadstoffe aufnehmen können (zb. PCB, DDT).
Man kann sich dies ungefähr wie bei einem Schwamm vorstellen.
Allgemein unterscheidet man in primäres Mikroplastik und sekundäres Mikroplastik.
Sekundäres Mikroplastik ist jenes welches beim Zersetzungsprozess entsteht, zum Beispiel durch eine weggeworfene Plastikflasche.
Primäres Mikroplastik ist jenes, welches schon als solches produziert wird.
Dieses findet man zum Beispiel in Zahnpasta oder Peelings.
Letztendlich bedroht dieses Plastik das marine Ökosystem.
Laut Umweltbundesamt sind etwa 136 maritime Arten bekannt, die sich regelmäßig in Müllteilen verstricken und strangulieren.
Ebenfalls binden einige Algenarten Mikroplastikpartikel und können diese dann von der Wasseroberfläche in tiefere Wasserschichten der Ozeane transportieren.
Sie werden damit direkt in die dortigen Nahrungsmittelkreisläufe transportiert.


All diese ernüchternden Fakten, die Bilder von Tieren die sich in Plastik verhedderten oder dadurch stranguliert wurden, die vollgemüllten Strände, Wälder etc. dieser Welt, haben mich dazu bewogen meinen eigenen Konsum zu hinterfragen und diesen zu ändern.
Ich habe für mich selbst beschlossen auf meinen Wanderungen durch die Wälder, Naturschutzgebiete und Stränden dieser Welt, Plastikmüll einzusammeln und diesen Ordnungsgemäß zu Entsorgen.
Mir ist bewusst, dass ein Einzelner nicht viel ausrichten kann, aber es ist ein Anfang und vielleicht bewegt es andere Menschen dazu ebenfalls ihren Konsum zu hinterfragen beziehungsweise allgemein etwas gegen die Verschmutzung durch Plastik zu unternehmen.
Falls ihr noch Ideen, Anregungen oder Kritik habt, dann immer her damit.



Hier noch ein paar Links zum Thema Plastik
















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